Laktose-Intoleranz

Was ist eine Laktose-Intoleranz?

Es ist zunächst einmal keine Allergie! Bei einer Laktose-Intoleranz (LI) treten zwar wie bei einer Nahrungsmittel-Allergie nur dann Beschwerden auf, wenn dem Körper Laktose zugeführt wird, es wird im Körper jedoch keine Immunreaktion ausgelöst.

Während dem Verdauungsvorgang wird beim gesunden Menschen die Laktose (Milchzucker) im Dünndarm durch das dort produzierte Enzym „Laktase“ in Galaktose und Glukose aufgespalten, die im Dickdarm keinen Schaden anrichten. Wird nun, im Falle einer Laktose-Intoleranz im Dünndarm nur wenig oder gar keine Laktase produziert, gelangt die Laktose ungespalten in den Dickdarm, wo sie u.a. in Fettsäuren umgewandelt wird wie Milchsäure und Essigsäure, sowie Methan, Kohlendioxid und Wasserstoff. Die Gase treten zum Teil als Blähungen aus, können aber auch in der Darmschleife verweilen (Blähbauch) oder in die Blutbahn gelangen.

Andere Begriffe für die Laktose-Intoleranz sind u.a.:

  • Milchzucker-Unverträglichkeit
  • Laktase-Mangel
  • Laktosemalabsorption
  • Laktasemangelsyndrom
  • Alaktasie
  • Lactose-Intoleranz

Da der Milchzucker ein Kohlenhydrat ist, gehört die Laktose-Intoleranz auch in die Gruppe der Kohlenhydratmalabsorptionen.

Philosophie

Da die Häufigkeit einer Laktose-Intoleranz regional unterschiedlich ist (in Afrika und Asien tritt sie z.B. wesentlich häufiger auf, dort sind diejenigen Erwachsenen, die Milchzucker verdauen können in der Minderheit), kann man sogar den Standpunkt vertreten, dass die Milchzucker-Unverträglichkeit keine Krankheit, sondern eine menschliche Eigenschaft ist! Es gibt auch (bisher) keine Behandlung, die den Körper dazu befähigt, nachhaltig Laktose zu verdauern oder die Menge der selbst produzierten Laktase erhöht.

Stellt man aber seine Ernährung um und isst laktosefrei bzw. laktose-arm, verschwinden die Beschwerden!

Der Artikel „Grollen im Darm“ (Zeit online) unterstreicht die Tatsache, dass man nur aufgrund einer Mutation im hohen Alter noch Laktose verdauen kann.

 

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